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Kommunales Klimaschutzaktionsprogramm der Stadt Springe

Finanzierung
Das kommunale Klimaschutz-Aktionsprogramm (KAP) der Stadt Springe wird vom Bundesumweltministerium gefördert (Förderkennzeichen 03KS0046). Gemeinsam mit der Klimaschutzagentur Region Hannover gGmbH, den regionalen Energieversorgern Stadtwerke Springe GmbH und E.ON Avacon AG wird die Kommune in der Zeit vom 01.05.2009 bis ca. zum 30.04.2010 ein umfassendes Maßnahmenpaket für die Umsetzung von lokalen Klimaschutz-Aktivitäten und -Vorhaben erarbeiten. Mit dem Klimaschutz-Aktionsprogramm sollen Kräfte gebündelt und lokale Netzwerke gestärkt, der Energiebedarf im öffentlichen und privaten Bereich nachhaltig gesenkt und der Ausstoß von Treibhausgasen wie Kohlendioxid erheblich reduziert werden. Klimaschutz wird dabei auch als aktive Wirtschaftsförderung für lokale Unternehmen und Handwerker verstanden.
Die Kosten für die Erstellung des Aktionsprogramms in Höhe von 56.500 Euro werden mit 80% durch die Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert, die übrigen 20% übernehmen anteilig die Partner.
 

          

 

Vorgehen
Die Erarbeitung eines umfassenden Aktionsprogramms erfolgt in enger Abstimmung mit den Akteuren der kommunalen Verwaltung und lokalen Interessenverbänden. Im ersten Schritt werden Zielvorstellungen formuliert sowie eine Emissionsbilanz der Kommune erstellt. Dann folgt die Erarbeitungsphase, zu der u.a. Beratungsaktionen und Bürgerarbeitsgruppen gehören. Als Ergebnis wird ein Maßnahmenkatalog erstellt, der zur Abstimmung in die politischen Gremien eingebracht wird. Kurzfristige Maßnahmen sollen bis 2012 umgesetzt werden, für mittel- und langfristige Vorhaben gilt das Jahr 2020 als Zielmarke. In Springe wird der Schwerpunkt auf die Energieeinsparung in öffentlichen Einrichtungen und auf kommunales Energiemanagement gesetzt.

 

Partner
Neben der Klimaschutzagentur Region Hannover gGmbH und der Stadt Springe sind auch die Energieversorger Stadtwerke Springe GmbH und die EON Avacon AG am Klimaschutz-Aktionsprogramm beteiligt. Die Zusammenarbeit wird durch eine Kooperationsvereinbarung geregelt. Die Klimaschutzagentur Region Hannover gGmbH übernimmt die Moderation und die inhaltliche Begleitung der Arbeitsgruppen, die auf Bürger- und Verwaltungsebene gebildet werden. Das gesamte Potenzial, das Know-how und die Ideen aller gesellschaftlichen Gruppen sollen mobilisiert und genutzt werden. Unterstützend dazu bringt die Klimaschutzagentur Region Hannover gGmbH die Beratungskampagne „Gut beraten starten“ ein.


Ergebnis

Nun liegt - als Dokumentation hierzu - das Integrierte Klimaschutzkonzept für die Stadt Springe samt Materialienband vor. Es enthält 88 Maßnahmenvorschläge, die zusammen mit den Kooperationspartnern Stadtwerke Springe, EON/Avacon und Klimaschutzagentur sowie anderen Akteuren aus Wirtschaft und Vereinen umgesetzt werden könnten.

Der Rat der Stadt Springe hat das Integrierte Klimaschutzkonzept in seiner Sitzung am 16.12.2010 zustimmend zur Kenntnis genommen und unterstützt die in Kapitel 8 zusammengefassten Empfehlungen für eine Umsetzungsstrategie. 

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) fördert neben der Erstellung (s.o.) auch die Beratende Begleitung bei der Umsetzung von Klimaschutzkonzepten in Kommunen (Klimaschutzmanager/in). Für die Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzepts in Springe hat der Rat die Einrichtung einer solchen bis 2013 befristeten zusätzlichen halben Klimaschutzmanager/in- Stelle beschlossen. Der Fachdienst Umwelt führt derzeit die Prioritätenlisten der Ratsfraktionen für die Klimaschutzmaßnahmen zusammen und beantragt dafür Fördermittel beim Projektträger Jülich.

 

 

Beratende Begleitung bei der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes der Stadt Springe

Vom 1.9.2011 bis 31.12.2014

Förderkennzeichen: 03KS2461

Ziel und Inhalt des Vorhabens:

Die Klimaschutzmanagerin wird zusammen mit den zuständigen Stellen in der Verwaltung, in der Wirtschaft, in den Vereinen und Bildungseinrichtungen und mit den Energieversorgern die Umsetzung der Maßnahmen initiieren und den Ablauf koordinieren. Dabei kommt es auch wesentlich darauf an, die aus dem Klimaschutzaktionsprogramm gewonnene Bereitschaft, Maßnahmen umzusetzen, am Leben zu erhalten.

Die ausgewählten Maßnahmen setzten Schwerpunkte in den Bereichen

· Energieeinsparung in Schulen, Bildungseinrichtungen und Vereinen;    Nutzung der Multiplikatorenfunktion

· Verstärkte Berücksichtigung des Klimaschutzes im Verwaltungshandeln

· Ausbau des Beratungsangebotes /Qualitätssicherung der energetischen Gebäudemodernisierung

· Alternative Mobilitätsangebote

www.bmu-klimaschutzinitiative.de

 www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

  

 

 

Wiedereinführung eines Energiesparmodells in den Schulen der Stadt Springe: Springer Sparfüchse

Vom 1.10.2011 bis 30.9.2014

Beteiligte Partner: Energie- und Umweltzentrum Eldagsen

Förderkennzeichen 03KS2460

Ziel und Inhalt des Vorhabens:

Die  Stadt Springe führt dieses Projekt durch, das als Beratungsinput für die teilnehmenden Schulen jeweils drei Hausmeisterschulungen und drei Schulworkshops
(Schüler/innen und Lehrer/innen) in einer der teilnehmenden Schulen und für jede Schule jeweils vier Vor- Ort- Beratungen im eigenen Schulgebäude vorsieht.

Sämtliche Springer Schulen nehmen auf freiwilliger Basis an dem Projekt teil.

Als Anreizmodell ist das Bonusmodell vereinbart und zwar mit der Verteilung der Boni wie folgt:

• 30 % der eingesparten Energiekosten sollen als Bonus in das Budget der jeweiligen Schule zur freien Verfügung eingestellt werden.

• 30% der eingesparten Energiekosten sollen für energetische Sanierungsmaßnahmen an städtischen Schulen (nicht standortspezifisch) verwendet werden,

• 3 % soll der/die zuständige Hausmeister/in erhalten und die restlichen

• 37 % sollen zur Deckung des Gesamthaushalts der Stadt Springe dienen.

 

Mit den Schulen ist eine Vereinbarung über die Ziele, die Art der Zusammenarbeit und die Bonusauszahlung abgeschlossen, die die Absichtserklärung zum sparsamen
Umgang mit Energie und die Berichtspflicht über Aktivitäten enthält.

Für die Festsetzung des Startwertes wurde der Mittelwert der klimabereinigten Verbrauchswerte der letzten drei Jahre berechnet.

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

www.bmu-klimaschutzinitiative.de

 www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen